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"Reuemonat" bei Kirchenaustritt entfällt

Landtag "Reuemonat" bei Kirchenaustritt entfällt

Wer in Hessen aus der Kirche austritt, wird künftig schneller aus der Kirchensteuerpflicht entlassen. Die Landesregierung will den volkstümlich so genannten "Reuemonat" abschaffen - und die hessischen Kirchen können dem trotz kleiner finanzieller Verluste eine gute Seite abgewinnen.

Wiesbaden/Darmstadt. Der Gesetzentwurf wird am kommenden Mittwoch (24. September) im Landtag in Wiesbaden beraten. Bislang muss für den Monat, der auf den Kirchenaustritt folgt, noch Steuer gezahlt werden. Künftig wird die Steuerpflicht im Monat des Austritts enden. Hessen folgt damit der bundesweiten Gesetzgebung.

"Mit der Abschaffung des "Reuemonats" ist auch ein Konfliktpotenzial für die Kirchen aus der Welt geschafft", sagte der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Rahn, der Nachrichtenagentur dpa. Die alte Regel habe "bei vielen Menschen für Irritation und Unzufriedenheit gesorgt, weil sie noch einen Monat nach dem Kirchenaustritt Beiträge entrichten mussten". Der genaue finanzielle Verlust lasse sich noch nicht beziffern.

Die Änderung des Kirchensteuergesetzes stellt zugleich eingetragene Lebenspartnerschaften bei der Kirchensteuer mit Ehen gleich.

dpa

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