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Räumung des von Flüchtlings-Unterstützern besetzten Gebäudes

Demonstrationen Räumung des von Flüchtlings-Unterstützern besetzten Gebäudes

Mehrere Hundert Menschen fordern von der Stadt Frankfurt eine bessere Unterbringung von Flüchtlingen im Winter. Die Polizei beendet eine Protestaktion nach eigenen Worten nun weitestgehend friedlich. Die Aktivisten sehen das anders.

Frankfurt/Main. Die Polizei hat ein in Frankfurt von Flüchtlings-Unterstützern besetztes Gebäude geräumt. Wie die Polizei bei Twitter mitteilte, setzten die Beamten am Donnerstagabend Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Zwei Polizisten seien verletzt worden. Die Aktivisten berichteten von mindestens 20 Verletzten.

Rund 300 Anhänger der Gruppe "Project Shelter" hatten das leerstehende Haus in der Bergerstraße 103 nach einer Demonstration am Donnerstag besetzt. Die Gruppe fordert eine bessere Unterbringung von Flüchtlingen im Winter.

Laut Polizei wurde zunächst angeboten, die Aktion ohne strafrechtliche Konsequenzen zu beenden. Die Hausbesetzer gingen darauf jedoch nicht ein. Die Beamten verschafften sich daraufhin über den mit mehreren Dutzend Aktivisten besetzten Hinterhof Zugang zum Inneren des Hauses. Von den 17 Menschen im Gebäude wurden die Personalien aufgenommen, sie seien daraufhin friedlich gegangen.

"Die Polizei ist sehr gewalttätig auf den Innenhof eingedrungen", sagte Jakob Dettmar, Leiter von "Project Shelter". Die Beamten hätten sich den "Zugang draußen freigeknüppelt". Mehrere Menschen klagten über tränende Augen, ein Aktivist trug eine Platzwunde davon.

Die Polizei verriegelte das Gebäude in der Nacht, Beamten bewachten es.

dpa

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