Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Prozess um IS-Propaganda im Internet: Angeklagter gesteht

Prozesse Prozess um IS-Propaganda im Internet: Angeklagter gesteht

Mit einem Geständnis des Angeklagten hat in Frankfurt ein Prozess um Internet-Propaganda für die Terrormiliz Islamischer Staat begonnen. Der 33 Jahre alte Mann räumte am Donnerstag vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts ein, "in die total falschen Kreise" gekommen zu sein.

Voriger Artikel
Inzwischen 146 Klima-Kommunen in Hessen
Nächster Artikel
Kultusminister stellt Plan zur Integration von Flüchtlingskindern vor

Eine Richterin sitzt hinter Gesetzbüchern.

Quelle: Uwe Anspach/Archiv

Frankfurt/Main. Der frühere Zeitsoldat der Bundeswehr sagte, er habe sich von Islamisten werben lassen, nachdem seine Ehe in eine Schieflage geraten sei. "Ich bin ein charakterschwacher Mensch. Wenn man mich lobt, bin ich schnell zu kriegen", sagte der Angeklagte über sich selbst.

In einem Zeitraum von knapp zwei Monaten soll der Mann über den Kurznachrichtendienst Twitter unter anderem Fotos und Videos, auf denen Hinrichtungen Homosexueller durch den IS gezeigt wurden, veröffentlicht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deshalb einen Verstoß gegen das Betätigungsverbot des Vereinsgesetzes sowie die Billigung schwerer Verbrechen vor.

Der Angeklagte sagte vor Gericht, Zweifel an seinen IS-Freunde seien ihm erst gekommen, als diese einen Film verherrlicht hätten, in dem die Verbrennung eines jordanischen Piloten bei lebendigem Leibe gezeigt wurde. Die Staatsschutzkammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage für den Prozess vorgesehen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr