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Prozess gegen mutmaßlichen Salafisten

Prozesse Prozess gegen mutmaßlichen Salafisten

Mit einem umfassenden Geständnis des Angeklagten hat am Montag vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Ex-Salafisten und Dschihad-Sympathisanten begonnen.

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Am Platz des Zeugentisches steht ein Mikrofon.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Der 23-Jährige, der auf dem Weg nach Syrien im Sommer vergangenen Jahres an der bulgarisch-türkischen Grenze festgenommen worden war, gab an, von seinem Bruder verblendet worden zu sein. "Ich wäre gegen die Assad-Truppen in den Kampf gezogen. Ich dachte an nichts anderes mehr", las der Verteidiger aus einer Erklärung seines Mandanten vor.

Erst in der Untersuchungshaft sei er "erwachsener" geworden und habe daran gedacht, dass er bei diesem "Abenteuer" auch sein Leben hätte verlieren können. "Ich möchte mich nun um eine Ausbildung kümmern und eine Familie gründen". Dass er trotz des gescheiterten Ausreiseversuchs mit der deutschen Strafjustiz in Berührung kam, verdankte der Angeklagte einem seit Juni vergangenen Jahres geltenden Paragrafen, der bereits den Versuch der Ausreise in ein Bürgerkriegsland unter Strafe stellt. Die Vorsitzende Richterin der Staatsschutzkammer stellte dem jungen Mann, der ein deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund ist, eine Bewährungsstrafe zwischen 21 Monaten und zwei Jahren und strenge Meldeauflagen in Aussicht. Anfang Juni soll voraussichtlich bereits das Urteil bekannt gegeben werden.

dpa

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