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Protest gegen Zwangsabschiebungen am Frankfurter Flughafen

Migration Protest gegen Zwangsabschiebungen am Frankfurter Flughafen

Mehrere hundert Menschen haben am Mittwochabend am Frankfurter Flughafen gegen die geplante Sammelabschiebung von abgelehnten Asylbewerbern nach Afghanistan demonstriert.

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Eine Demonstrantin hält ein Plakat mit "Afghanistan ist nicht sicher".

Quelle: Susann Prautsch

Frankfurt/Main. Wegen der schwierigen Sicherheitslage halten die Abschiebungsgegner Rückführungen nach Afghanistan für verantwortungslos.

Einige Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift: "Stopp - Keine Abschiebung nach Afghanistan". In Sprechchören forderte die Menge: "Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord, Bleiberecht für alle, jetzt sofort!". Unter den Demonstranten befanden sich einige Linken-Politiker, darunter die Fraktionsvorsitzende der Linken im hessischen Landtag, Janine Wissler.

Nach der Kundgebung zogen die Demonstranten durch den Flughafen und forderten lautstark Bleiberecht für afghanische Flüchtlinge. Angesichts der angespannten Sicherheitslage sagten sie auf Englisch: "Afghanistan is not safe."

Laut Informationen von Pro Asyl und Medienberichten sollte am Mittwochabend ein erster Charterflug mit 50 Afghanen von Frankfurt nach Kabul starten. Die Bundespolizei und der Flughafenbetreiber Fraport wollten sich nicht zu einer möglichen Abschiebung äußern und verwiesen auf das Bundesinnenministerium. Dieses hatte bereits zuvor erklärt, dass man solche Maßnahmen nicht kommentieren werde.

Nach Informationen des Hessischen Flüchtlingsrats sollen auch acht Afghanen aus Hessen von der Abschiebung betroffen sein. Angemeldet war die Demonstration laut Polizei von der Organisation Afghan Refugees Movement für 50 Personen.

dpa

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