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Pro Asyl hält Beschleunigung von Asylverfahren für unrealistisch

Flüchtlinge Pro Asyl hält Beschleunigung von Asylverfahren für unrealistisch

Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hält die geplante Beschleunigung der Asylverfahren für Zuwanderer aus dem Kosovo für unrealistisch. Die Einarbeitung des dazu nötigen Personals dauere etwa neun Monate, warnte der stellvertretende Geschäftsführer der in Frankfurt ansässigen Organisation, Bernd Mesovic, im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag).

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Bernd Mesovic, stellvertretender Pro Asyl-Geschäftsführer.

Quelle: J. Wolf/Archiv

Frankfurt/Köln. Im Grundsatz begrüßte er die Absicht der Innenminister, die Verfahren durch zusätzliches Personal auf 14 Tage zu verkürzen.

"Die Richtung stimmt", sagte Mesovic. "Wir waren die ersten, die gesagt haben, dass es im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu wenig Personal gibt." Aber Personal müsse man anwerben, finden und schulen. "Man kann nicht davon ausgehen, dass binnen drei Monaten in einer Sturzgeburt 350 neue Asylentscheider da sitzen werden."

Die Innenminister hatten am Freitag beschlossen, dass die Asylverfahren von Kosovaren in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen künftig innerhalb von zwei Wochen abgearbeitet werden sollen. In diesen Ländern waren in den vergangenen Wochen besonders viele Flüchtlinge aus dem armen Balkanstaat angekommen. Um die Verfahren zu beschleunigen, soll das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das Personal in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder verstärken.

dpa

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