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Polizei weist Vorwürfe Pipas zurück

Kommunen Polizei weist Vorwürfe Pipas zurück

Die Polizei hat Vorwürfe des scheidenden Landrats des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa (SPD), über mangelnden Schutz zurückgewiesen. Diese seien "aus Sicht des Polizeipräsidiums Südosthessen nicht nachvollziehbar", hieß es in einer Mitteilung vom Dienstagabend.

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Erich Pipa (SPD).

Quelle: Jörn Perske/ARCHIV

Offenbach. Die Polizei erklärte, seit Pipa im Juli 2015 erste überwiegend beleidigende Postsendungen erhalten habe, habe die Polizei mit ihm oder seinem Büro in engem Kontakt gestanden. "Seither gab es fortwährend Gespräche, zuletzt in der vergangenen Woche, um - soweit erforderlich - anlassbezogene Schutzmaßnahmen durchzuführen und weitere Vorkehrungen zu treffen." Ein konkreter Täterhinweis habe sich bislang nicht ergeben, jedoch dauerten die Ermittlungen an.

Pipa hatte am Montag seinen Rückzug für Juni 2017 angekündigt. Der Landrat war wegen seiner flüchtlingsfreundlichen Haltung wiederholt in anonymen Schmähbriefen übel beschimpft worden. Zudem war ihm von Rechtsextremisten darin mit dem Tode gedroht worden. "Ich halte jeden Tag meinen Kopf für unseren Staat hin", sagte er. "Was tut der Staat im Gegenzug für Landräte, Bürgermeister, Journalisten und Bürger, die im Ehrenamt tätig sind, wenn diese bedroht werden?"

dpa

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