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Politologe: Konfession für Wählerbindung mitverantwortlich

Wahlen Politologe: Konfession für Wählerbindung mitverantwortlich

Konfessionelle Strukturen spielen nach Ansicht des Kasseler Politologen Wolfgang Schroeder regional eine wichtige Rolle für die Bindung der Wähler an Parteien.

Fulda/Kassel/Darmstadt. In Hessen wird der Norden etwa von der SPD dominiert, der Osten von der CDU. Im Gegensatz zu Osthessen habe der Katholizismus in Nordhessen nie eine Rolle gespielt, hier gebe es eher protestantische, bürgerliche Strukturen, sagte der Politikprofessor an der Uni Kassel der Deutschen Presse-Agentur. "In Fulda ist die CDU über lange Zeit stark in der Gesellschaft verankert." Dies liege zum Beispiel am Bischofssitz und katholischen Verbänden und Vereinen wie Kolping oder die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB).

Egal, ob für die SPD in Osthessen oder für die CDU in Nordhessen - in die Phalanx der jeweils vorherrschenden Partei einzubrechen, sei schwierig, sagte Schroeder. "Das geht im Grunde nur durch große Fehler der eingesessenen Partei." Dass Nordhessen schon immer eine SPD-Hochburg gewesen sei, habe insbesondere auch mit der engen Verflechtung der Partei mit Industriearbeitern zu tun. Zudem sei in Zeiten von SPD-geführten Landesregierungen in Wiesbaden darauf geachtet worden, dass der ländliche Teil Nordhessens mit sozialdemokratischen Projekten bedacht werde.

dpa

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