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Plattform will ehrenamtliche Flüchtlingshilfe koordinieren

Migration Plattform will ehrenamtliche Flüchtlingshilfe koordinieren

Die Hilfsbereitschaft ist riesengroß - jetzt soll das ehrenamtliche Engagement in Frankfurt an die richtigen Stellen geleitet werden. Dazu gibt es die neue Koordinierungsstelle "Frankfurt hilft".

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«Frankfurt hilft» soll über Hilfsangebote wie Deutschkurse informieren.

Quelle: F. Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. Eine neue Plattform soll in Frankfurt die vielen Hilfsangebote von Bürgern für Flüchtlinge in geordnete Bahnen lenken. "Frankfurt hilft" solle Angebote und Nachfrage zusammenbringen, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Dienstag. Auf der Internetseite

www.frankfurt-hilft.de werden Angebote gebündelt und bekanntgemacht, wo welche Hilfe nötig ist - neben Sachspenden auch Deutschunterricht oder Alltagsbegleitung.

Zusammen mit neun Stiftungen finanziert die Stadt das Projekt, das die Arbeit der offiziellen Stellen ergänzen, aber nicht ersetzen soll, zunächst für zwei Jahre. Zu dem Etat von 210 000 Euro steuert die Stadt 50 000 Euro bei. Den Rest finanzieren Stiftungen, darunter die Polytechnische Gesellschaft, die Hertie-Stiftung und die Linsenhoff-Stiftung.

"Wir erleben diese Stadt in diesen Tagen als Metropole der Hilfsbereitschaft", diese Hilfsbereitschaft gelte es zu fördern und zu erhalten, sagte Feldmann. Bei allen Schwierigkeiten und der dramatischen aktuellen Lage: "Es ist nicht so, dass die Stadt überrannt wird." Frankfurt habe reichlich Erfahrung im Zusammenleben mit vielen Nationalitäten - "Wir haben eine Chance, dass wir es ein Stück besser hinkriegen als andere."

Derzeit leben nach Auskunft von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) 1500 Asylbewerber in Frankfurt. Hinzu kommen gut 1000 Flüchtlinge, die vor einer guten Woche mit Zügen eintrafen und in vier Hallen untergebracht wurden, und rund 1000 minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Deutschland kamen. Für dieses Jahr rechnet die Stadt mit 4000 Flüchtlingen, die ihr aus den Erstaufnahmeeinrichtungen zugewiesen werden.

"Es sind turbulente Zeiten", sagte Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Ziele der Koordinierungsstelle seien neben der Vermittlung von Hilfe Information und Fortbildung der Helfer. Denn "ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit ist anspruchsvoll", sagte Anita Heise, eine der beiden festen Mitarbeiterinnen von "Frankfurt hilft". Nötig seien dafür "Geduld und Frustrationstoleranz".

dpa

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