Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Patientenschutz: Im Krankenhaus lieber zu oft als zu wenig nachfragen

Gesundheit Patientenschutz: Im Krankenhaus lieber zu oft als zu wenig nachfragen

Ein Handbuch für Patienten soll helfen, Fehler in hessischen Krankenhäusern zu vermeiden. Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) stellte am Montag im Landtag eine Broschüre vor, die nach Abschluss der Pilotphase in allen Kliniken des Landes verteilt werden soll. In dem 22-Seiten-Heft "Sicher im Krankenhaus - Ein Ratgeber für Patienten" wird erklärt, was die Krankenhäuser für die Sicherheit der Patienten tun und was die Patienten selbst dazu beitragen können.

Voriger Artikel
Toilettenpflicht: Politik sagt Wildpinklern den Kampf an
Nächster Artikel
Gewerkschaften: Mehr Investitionen und mehr Lehrerstellen

Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU).

Quelle: Sebastian Kahnert/ Archiv

Wiesbaden. Die wichtigste Botschaft: "Fragen Sie bei Unsicherheit lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nach."

Die Broschüre wurde vom Ministerium, einer Krankenkasse und dem Aktionsbündnis Patientensicherheit entwickelt. Die Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden, das Ketteler Krankenhaus in Offenbach und das Klinikum Fulda haben sie einen Monat lang an insgesamt 500 Patienten getestet. 

Jährlich gebe es zehntausendfach vermeidbare unerwünschte Vorfälle in Kliniken, sagte Hartmut Siebert, stellvertretender Vorsitzender des Aktionsbündnisses Patientensicherheit. Die bekannt gewordenen Fälle seien "nur die Spitze des Eisbergs". Um die Zahl zu senken, sei von Seiten des Personals eine andere Fehlerkultur nötig: nicht verschweigen, sondern öffentlich machen und daraus lernen. Wichtig seien aber auch aufgeklärte Patienten mit offenen Augen und Ohren.  

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr