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Öko-Enzyklika des Papsts entzweit Grüne und FDP

Landtag Öko-Enzyklika des Papsts entzweit Grüne und FDP

Die neue Umwelt-Enzyklika aus Rom hat im hessischen Landtag zu einer scharfen Kontroverse zwischen Grünen und FDP geführt. Die mitregierende Öko-Partei bezeichnete das Rundschreiben von Papst Franziskus am Donnerstag als "unglaubliche Chance" im Kampf gegen die Naturzerstörung.

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Schatten fallen an eine Hintergrundwand mit Logo der CDU und Grünen.

Quelle: Frank RumpenhorstArchiv

Wiesbaden. Die Liberalen kritisierten dagegen das Lob der Grünen als unkritisches "Armutszeugnis". Die Aussagen des Oberhaupts der katholischen Kirche etwa zum Schwangerschaftsabbruch oder zur Homosexualität hätten viele enttäuscht, sagte der FDP-Abgeordnete Jürgen Lenders in Wiesbaden.

Zuvor hatte die Grünen-Abgeordnete Ursula Hammann erklärt, dass Schwarz-Grün mit seiner Politik in Hessen für den vom Papst geforderten "respektvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen" eintrete. Die Nachhaltigkeit sei Leitmotiv der Koalition, sagte auch der CDU-Abgeordnete Peter Stephan.

Die Linke-Abgeordnete Marjana Schott warf der Regierung vor, deren "neoliberale" Politik kümmere sich mit "keinem Pfifferling" um die kapitalismuskritischen Forderungen des Papsts. Franziskus könne von niemand vereinnahmt werden, warnte der SPD-Abgeordnete Ernst-Ewald Roth, selbst katholischer Theologe. Der Verdienst der Enzyklika sei es, die soziale Frage mit der Umweltpolitik zusammengeführt zu haben.

dpa

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