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Neues Gutachten zu Lorcher Windpark: Land will Unesco hören

Energie Neues Gutachten zu Lorcher Windpark: Land will Unesco hören

Im Streit um einen Windpark am denkmalgeschützten Mittelrhein bei Lorch will Hessen die Unesco zu Wort kommen lassen. Man werde das jüngste Umwelt-Gutachten des Energiekonzerns ENBW zum Bau von vier Windrädern der deutschen Unesco-Kommission vorlegen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Wiesbaden am Mittwoch.

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Die Abendsonne leuchtet hinter einem Windenergiepark.

Quelle: Patrick Pleul/Archiv

Wiesbaden/Lorch. Der Mittelrhein ist zwischen Koblenz und Rüdesheim/Bingen Weltkulturerbe.

ENBW hat beim Regierungspräsidium Darmstadt den Antrag gestellt, das Projekt auf dem bei Lorch gelegenen Ranselberg zu genehmigen. Ein vom Energiekonzern eingeholtes Gutachten kam zum Ergebnis, dass es bei der Sichtachse keinen Konflikt zwischen den Windrädern und Naturdenkmälern gebe. Gegen das Projekt mobilisiert eine Bürgerinitiative, auch die Unesco-Kommission hat bereits Bedenken geäußert. Rheinland-Pfalz ist ebenfalls gegen den Windpark.

In Hessen ist der Bau von Windrädern in der Pufferzone eines Welterbe-Gebiets möglich. Dafür ist eine Einzelprüfung vorgesehen. Der Ranselberg liegt in einem Seitental bei Lorch. Ohne Anhörung der Unesco dürfe keine Entscheidung gefällt werden, heißt es im Wirtschaftsministerium. Die Stadt Lorch erhofft sich vom Windpark Pachteinnahmen von jährlich 300 000 Euro.

dpa

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