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Neuer Militärbischof sieht Kampfdrohnen als ethisches Problem

Verteidigung Neuer Militärbischof sieht Kampfdrohnen als ethisches Problem

Eine Bewaffnung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen bleibt aus Sicht des neuen evangelischen Militärbischofs Sigurd Rink ein ethisches Problem. "Die Hemmschwelle könnte sinken, wenn man mit dem Einsatz unbemannter Waffensysteme kein eigenes Risiko mehr eingehen muss", sagte Rink der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden.

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Probst Sigurd Rink, Militärbischof der EKD.

Quelle: EKHN/Töpelmann

Wiesbaden. Die Entscheidung über einen Einsatz bewaffneter Drohnen solle beim Deutschen Bundestag liegen, wie es auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorschlägt.

Rink, bisher Propst in Wiesbaden, tritt am kommenden Dienstag (15.7.) in Berlin sein Amt als erster hauptamtlicher Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Er übernimmt die Führung von etwa 100 evangelischen Militärseelsorgern. Die Umstrukturierung der Bundeswehr belaste viele Soldaten und deren Familien, sagte Rink. "Das bedeutet, dass kein Arbeitsbereich so bleibt, wie er war, Standorte reihenweise aufgelöst werden."

Auslandseinsätze der Bundeswehr, um Blutvergießen zu vermeiden, hält der friedensbewegte Theologe für gerechtfertigt: "Gerade nach dem Völkermord in Ruanda vor 20 Jahren gehe ich theologisch davon aus: Es gibt eine Schuld im Tun, es kann aber auch eine Schuld im Unterlassen geben."

dpa

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