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Neonazi-Wachmann in Flüchtlingsheim

Migration Neonazi-Wachmann in Flüchtlingsheim

Nachdem ein polizeibekannter Rechtsradikaler kurze Zeit in einer Heidelberger Flüchtlingsunterkunft gearbeitet hat, werden nun Konsequenzen aus dem Vorfall geprüft.

Heidelberg/Karlsruhe. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll der Mann Mitglied der Kasseler Neonazi-Vereinigung "Sturm 18" sein. Die Polizei in Kassel wollte sich dazu nicht äußern. Der Mann war seit 1. September als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in der Unterkunft in Nachtschichten eingesetzt gewesen.

"Natürlich wollen wir wissen, wie das passieren konnte", sagte am Montag ein Sprecher des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe. Schon am vergangenen Donnerstag hatte er bei einer routinemäßigen Überprüfung durch das zuständige Gewerbeamt Verdacht erregt, wie ein Polizeisprecher in Heidelberg sagte. Der Staatsschutz bestätigte den rechtsradikalen Hintergrund des Mannes. Danach musste er die Unterkunft verlassen. Das RP erteilte ihm Hausverbot. Die Sicherheitsfirma habe den Mann über ein Subunternehmen angeworben. Nun müsse geklärt werden, ob Verträge verletzt wurden.

Wie lange der Mann schon bei der Sicherheitsfirma beschäftigt ist und ob er noch dort arbeitet, konnte das Regierungspräsidium nicht sagen. Auch der Name des Sicherheitsdienstes wurde nicht bekanntgegeben.

dpa

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