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Verkehrsknotenpunkt, ­angesagte Bars, exotische Läden, internationale Küche, Rotlicht und Drogen: Das Frankfurter Bahnhofsviertel zieht jeden Tag Tausende Menschen an.

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Das Smartphone als Stadtführer: Das Frankfurter Bahnhofs­viertel will Maßstäbe setzen. Foto: Frank Rumpenhorst

Quelle: Frank Rumpenhorst

Frankfurt. Werbe-Texter, Media-Gestalter, Spieleentwickler und IT-Fachleute: Die Arbeitnehmer aus dem berüchtigten Bahnhofsviertel schwärmen nur so von dem vielfältigen Angebot für ihre Mittagspause. „Man muss sich streiten, wohin wir gehen: Keller-Koreaner, die nette Pizzeria um die Ecke oder Buffet-Inder?“, sagt Jan Kristinus von der Agentur Yakamara augenzwinkernd.

Größte Hoteldichte der ganzen Welt

„Der Vorteil für die Start-ups: Man trifft in der Mittagspause viele Gleichgesinnte“, ergänzt Andreas Ebert von Guide Writers. Philipp Erlach von der Agentur „Vier für Texas“, der in dem wegen Drogen, Rotlicht und Gewaltkriminalität verschrienen Quartier arbeitet und wohnt, ist noch immer überrascht, wie viele Partys, Konzerte und Veranstaltungen es rund um Kaiser-, Münchener- und Taunusstraße gibt. „Das Viertel erschließt sich einem nicht sofort.“

Dabei soll eine neue von Ebert und Erlach mitentwickelte und von der Stadt finanzierte App helfen, die mit der Internet-Seite www.frankfurt-bahnhofsviertel.de verbunden ist. „So eine Plattform hat bisher kein Stadtteil in Deutschland“, sagt der Präsident des Gewerbevereins im Viertel, Oskar Mahler, gestern bei der Präsentation stolz. Und er erklärt, warum sie so gut ins Bahnhofsviertel passt: Auf die rund 2000 Bewohner kämen stets viermal so viele Übernachtungsgäste - und damit die größte Hoteldichte der Welt. Nicht zu vergessen, die zahlreichen Touristen und Geschäftsleute, die auf dem Weg vom Bahnhof ins Bankenviertel oder die Innenstadt durch das bunte ­Multi-Kulti-Viertel liefen. Ihnen allen soll der neue „digitale Hub“ den Weg weisen, wie Erlach das kostenlose Angebot nennt.

Die Menschen werden mobil - auf dem Smartphone oder Tablet - zu Orten gebracht, die sie nicht allein finden würden, so die Idee. Informationen - kürzere und längere Artikel - gibt es digital, an Ort und Stelle.

„Die positiven Seiten des Bahnhofsviertels stärker erlebbar machen“, beschreibt Wirtschafts- und Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) das Ziel. Die Stadt hat die Entwicklung der Standort-App mit mehreren zehntausend Euro finanziert. Ordnungs-, Sozial- und Planungspolitik reichten in dem Stadtteil nicht aus: „Veränderungen im Bahnhofsviertel sind nur mit den Bewohnern und mit Engagement möglich.“

von Ira Schaible

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