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Nach Treffen mit Juncker: Bouffier skeptisch bei Griechenland

EU Nach Treffen mit Juncker: Bouffier skeptisch bei Griechenland

Brüssel (dpa/lhe) - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich skeptisch über die Erfolgschancen der jüngsten Einigung in der griechischen Schuldenkrise geäußert.

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Ministerpräsident Bouffier (l) und EU-Kommissionspräsident Juncker.

Quelle: F. Kohler/Archiv

Es blieben Zweifel, ob der griechische Regierungschef Alexis Tsipras das vereinbarte Reformprogramm tatsächlich ernsthaft umsetzen wolle, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Brüssel nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Dieser habe ebenfalls von einer "hohen Portion Skepsis" gesprochen.

Bouffier zeigte sich über jüngste Äußerungen von Tsipras, wonach dieser die auf dem EU-Sondergipfel ausgehandelte Übereinkunft weiterhin für falsch halte, "fassungslos". Am Dienstagabend hatte er beim Jahresempfang in der hessischen EU-Vertretung die Einigung als "kluge staatspolitische Leistung" gelobt.

Bei den vereinbarten Privatisierungsbemühungen in Griechenland gab sich Bouffier auch zurückhaltend zum geplanten Kauf von 14  Regionalflughäfen durch den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport. Für solche großen Investitionen sei Vertrauen unverzichtbar. Hessen ist größter Anteilseigner an Fraport. Sein Bundesland sei bereit, Beamte nach Griechenland zum Aufbau einer effizienteren Verwaltung zu schicken, sagte Bouffier. Diese müssten aber "Ratgeber und nicht Bevormunder" sein.

dpa

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