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Nach Anschlägen in Brüssel bleibt Hessens Polizei wachsam

Terrorismus Nach Anschlägen in Brüssel bleibt Hessens Polizei wachsam

Die Anschläge von Brüssel zeigen, dass die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus in Europa anhält. Laut hessischem Innenministerium besteht auch für das Land eine hohe Gefährdungslage. Polizei und Staatsschutz behalten die einschlägige Szene im Auge.

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Polizist sichert Zufahrt zum Terminalbereich des Frankfurter Flughafens.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. Nach den Terroranschlägen von Brüssel sind die hessischen Sicherheitsbehörden weiter besonders aufmerksam. Zwar lägen aktuell keine Erkenntnisse vor, dass konkrete Anschläge in Hessen geplant oder vorbereitet würden, erklärte das Innenministerium am Mittwoch. "Die schrecklichen Anschläge von Brüssel haben aber gezeigt, dass die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus in Europa anhält." Es bestehe auch für das Bundesland eine unverändert hohe islamistische Gefährdungslage. "Wir werden zudem die islamistische Szene in Hessen genau im Auge behalten und gezielt Kontrollen durchführen", teilte ein Ministeriumssprecher mit.

Die Lage am Frankfurter Flughafen hatte sich auch einen Tag nach den Anschlägen noch nicht wieder ganz normalisiert. Die Lage in Brüssel werde weiter sehr genau beobachtet und bewertet, sagte Bundespolizei-Sprecher Christian Altenhofen. In den "sensiblen Bereichen des Flughafens" würden besondere verdeckte und auch offene Sicherheitsmaßnahmen getroffen. "Brüssel spielt auf jeden Fall weiter eine Rolle", sagte er.

Die Lufthansa strich alle für Mittwoch geplanten Flüge von und nach Brüssel. Betroffen waren 28 Verbindungen zwischen Frankfurt und Brüssel sowie München und Brüssel mit insgesamt 2200 Passagieren, sagte ein Sprecher. Ähnlich werde es am Donnerstag aussehen, da der belgische Airport auch dann noch geschlossen bleibe, erklärte eine Lufthansa-Sprecherin am Mittwochnachmittag. "Wir haben alle 26 Flüge von und nach Brüssel gestrichen", sagte sie. 14 davon seien Verbindungen zwischen Frankfurt und Brüssel. Die Passagiere würden, sofern entsprechende Kontaktdaten vorlägen, vorab informiert.

Das Innenministerium ordnete Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden an. Beispielsweise auf dem Dach des Landtags hingen die Fahnen auf halbmast, um der Opfer zu gedenken. Unter anderem im Frankfurter Rathaus Römer wurde ein Kondolenzbuch ausgelegt. Als eine der ersten trug sich die belgische Honorarkonsulin Ute Raab ein.

Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte direkt nach den Anschlägen am Dienstag die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt, offene und verdeckte Maßnahmen wurden verstärkt. "Anhand der aktuellen Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden findet fortlaufend eine Beurteilung der Lage und eine Anpassung der taktischen Maßnahmen statt", hieß es am Mittwoch.

dpa

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