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NSU: Verfassungsschutz sah Mitarbeiter schnell entlastet

Landtag NSU: Verfassungsschutz sah Mitarbeiter schnell entlastet

Im NSU-Ausschuss des hessischen Landtags haben die Abgeordneten am Freitag hinterfragt, wie das Landesamt für Verfassungsschutz 2006 mit dem Mordverdacht gegen seinen Mitarbeiter umgegangen ist. Während oder kurz vor den tödlichen Schüssen auf den deutsch-türkischen Internetcafé-Besitzer Halit Yozgat in Kassel war der ehemalige Verfassungsschützer Andreas Temme am Tatort - nach eigener Aussage aus privaten Gründen.

Wiesbaden. Da er sich nicht von sich aus als Zeuge meldete, geriet er vorübergehend unter Verdacht.

Nach Abgleich seiner Dienstzeiten sei Temme schnell von dem Vorwurf entlastet worden, sagte der frühere Leiter der Auswertungsabteilung im Landesamt als Zeuge vor dem NSU-Untersuchungsausschuss. Es sei schnell klar gewesen, dass der Mitarbeiter nicht der Täter sein könne, da er für andere Tatzeiten der Mordserie ein Alibi gehabt habe.

Der Untersuchungsausschuss befasst sich mit der Frage, ob bei den Ermittlungen nach dem Mord an Yozgat in hessischen Behörden Fehler gemacht wurden. Die Tat wird dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet. Als weitere Zeugen wurden am Freitag noch der ehemalige Sprecher des Innenministeriums und heutige Regierungssprecher, Michael Bußer, und die Büroleiterin des damaligen Innenministers und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) erwartet.

dpa

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