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NSU-Ausschuss hört ergebnislos bayerische Staatsanwälte

Landtag NSU-Ausschuss hört ergebnislos bayerische Staatsanwälte

Der hessische NSU-Untersuchungsausschuss hat am Montag ohne Erkenntnisgewinn zwei Staatsanwälte aus Bayern gehört. Im Landtag in Wiesbaden sollte es um die mutmaßlichen Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds vor dem Kasseler Mord im April 2006 gehen.

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Der NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag in Wiesbaden im Mai 2015.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Wiesbaden. Aus der Mordserie an neun Migranten ereigneten sich fünf zwischen 2000 und 2005 in Nürnberg und München. Der ehemalige Münchener Generalstaatsanwalt Christoph Strötz sagte, er habe zur fraglichen Zeit im bayerischen Justizministerium gearbeitet und sei nicht mit den Ermittlungen befasst gewesen. 2005 sei die Arbeit der Ermittler dann in Nürnberger Zuständigkeit zusammengefasst worden.

Auch der Münchener Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst verwies auf seine Abordnungen ins Ministerium. Zum einzigen interessanten Punkt seiner Aussage durften die hessischen Abgeordneten nicht nachfragen, weil ihr eigenes Reglement sie hinderte. Bei einer Dienstbesprechung im November 2006 habe ein Polizeiexperte die These vertreten, dass ausländerfeindliche Einzeltäter für die Morde verantwortlich seien, sagte Kornprobst. Der ständig in Verfahrensfragen verstrickte U-Ausschuss hat vereinbart, das Geschehen chronologisch vor und nach dem Kasseler Mord abzuhandeln.

dpa

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