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NPD-Jugend verschickte wieder Kondome - Drohung mit Anzeige

Extremismus NPD-Jugend verschickte wieder Kondome - Drohung mit Anzeige

Der Bürgermeister von Wölfersheim in der Wetterau, Rouven Kötter (SPD), erwägt rechtliche Schritte gegen die NPD-Jugendorganisation JN wegen beleidigender Briefe mit Kondomen.

Wiesbaden. Die rechtsextremen Jungen Nationaldemokraten hatten ihn in dem Schreiben als Verfechter einer multikulturellen Gesellschaft gebrandmarkt, der besser keine Kinder bekommen sollte. "Das ist auf jeden Fall kein Dumme-Jungen-Streich, sondern sehr ernst", sagte Kötter am Freitag der dpa in Wiesbaden.

Seinen Angaben nach haben auch ein Journalist und mehrere Bürger, die sich in der Wetterau gegen Rechte engagieren, solche Briefe bekommen. Der örtliche "Kreis-Anzeiger" nannte am Freitag auch einen Pfarrer und eine Linken-Politikerin als Empfänger. Auch die "Frankfurter Rundschau" berichtete. Die JN hatte schon vergangenes Jahr aus ihrer Geschäftsstelle in Riesa (Sachsen) Briefe mit Kondomen verschickt.

Die hessischen Grünen verurteilten die Aktion als "perfide Hetze". Die Sprache des JN-Briefes erinnere an die Nationalsozialisten und ihr Euthanasie-Programm, sagte Grünen-Geschäftsführer Jochen Ruoff in Wiesbaden.

dpa

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