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Milchkrise: Agrarministerin fordert Produktionsdrosselung

Landtag Milchkrise: Agrarministerin fordert Produktionsdrosselung

In Hessens Landwirtschaft spielen die Milchbauern eine bedeutende Rolle. Angesichts des neuerlichen Verfalls des Milchpreises waren sich am Donnerstag im Wiesbadener Landtag Regierung und Opposition einig, dass die EU den Landwirten helfen müsse.

Wiesbaden. In welchem Umfang Hessen aktiv sein kann, darüber gingen die Meinungen auseinander.

Landwirtschaftsministerin Priska Hinz nahm den Lebensmittelhandel und die großen Molkereien in die Verantwortung. Milch dürfe nicht zu Dumping-Preisen verschleudert werden. Aber auch der Verbraucher müsse bereit sein, angemessene Preise bezahlen. Zugleich regte die Grünen-Politikerin neben einer besseren Einlagerung von Milchprodukten eine Verringerung des Angebots an. Dazu müsse es europaweit Vereinbarungen mit Handel und Molkereien geben.

Wie Hinz lehnte auch die CDU eine neue Milchquote ab. Die Linke verlangte dagegen ein Krisenprogramm auf Landesebene. Die SPD-Opposition hielt dies im Einklang mit den Regierungsparteien für wenig realistisch, forderte aber Hinz auf, sich im Bund und Brüssel intensiver für eine Produktionsdrosselung einzusetzen.

Der Erzeugerpreis für einen Liter Rohmilch war zuletzt unter anderem wegen des Russland-Embargos unter 30 Cent gefallen.

dpa

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