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Mehr Missbrauchsfälle als bekannt in katholischen Heimen

Kirchen Mehr Missbrauchsfälle als bekannt in katholischen Heimen

In zwei katholischen Heimen im Rheingau sind noch mehr Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt und Missbrauch geworden als bisher bekannt. Das geht aus einer am Donnerstag vorgestellten Erhebung des Rüdesheimer Sankt Vincenzstifts hervor.

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Das in die Schlagzeilen geratene St. Vincenzstift.

Quelle: Frank May/Archiv

Rüdesheim. Zur Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit hatte die Behinderten-Einrichtung eine Telefon-Hotline schalten lassen, über die sich sieben Anrufer meldeten. Darunter waren fünf ehemalige Bewohner des Stifts und des nahe gelegenen Jugendheims Marienhausen, Angehörige eines Ex-Bewohners sowie eine frühere Mitarbeiterin.

Drei Monate lang konnten sich Betroffene anonym über die Hotline melden. "Die Ergebnisse helfen uns, Licht ins Dunkel zu bringen. Wir sind traurig mit jedem, der sich gemeldet hat", sagte der Geschäftsführer des Sankt Vinzenstifts, Caspar Söling, bei der Vorstellung des Berichts.

Die Erhebung wurde von einer Professorin der Hochschule Ravensburg-Weingarten geleitet und erfasst die Zeit nach 1970, in der der frühere Generalvikar des Bistums Limburg, Franz Kaspar, das Sankt Vincenzstift leitete. Die Zeit zwischen 1945 und 1970 hat die Einrichtung bereits in einer Studie aufgearbeitet. Demnach sind 55 Kinder und Jugendliche Opfer teils schwerer Übergriffe im Sankt Vincenzstift und in Marienhausen geworden.

dpa

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