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Mehr Bedarf als Plätze in Hessens einzigem "Kinderknast"

Kriminalität Mehr Bedarf als Plätze in Hessens einzigem "Kinderknast"

Die Plätze in Hessens einzigem geschlossenen Kinderheim sind gefragt: Für die Einrichtung in Sinntal (Main-Kinzig-Kreis) stehen vier Kinder auf der Warteliste, wie Heimleiter Pater Christian Vahlhaus sagte.

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Von Kritikern wurde das Heim als "Kinderknast" bezeichnet.

Quelle: J. Perske/Archiv

Sinntal. "Wir bekommen zahlreiche Anfragen von Jugendämtern. Der Bedarf in Hessen ist auf jeden Fall vorhanden." Die intensivpädagogische Wohngruppe sei mit acht Kindern derzeit voll belegt. Die Einrichtung war vor rund eineinhalb Jahren eröffnet worden. Von Kritikern wurde das Haus als "Kinderknast" bezeichnet. Bis zu acht kriminelle, aber strafunmündige Kinder zwischen 10 und 13 Jahren können untergebracht werden.

Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen betrachtet die geschlossene Unterbringung von Kindern als "hochkontroverses Thema". Der Verband sei kein Befürworter dieser Methode, sagte Geschäftsführerin Nadine Bals in Hannover. Die Einschätzungen zur Wirksamkeit gingen weit auseinander. "Ich warne vor allzu hohen Erwartungen. Das ist nicht das finale Rettungskonzept."

dpa

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