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Mann gefangen gehalten: SPD bringt Thema in Innenausschuss

Kriminalität Mann gefangen gehalten: SPD bringt Thema in Innenausschuss

Eine Woche lang sollen Angehörige der Kasseler Neonazi-Szene einen Mann gefangen gehalten haben. Unter den Verdächtigen befindet sich laut Staatsanwaltschaft auch ein Neonazi, der kürzlich im Münchner NSU-Prozess aussagen sollte.

Wiesbaden. Nun bringt die hessische SPD-Fraktion das Thema in den Innenausschuss des Landtags. Es sei ein Dringlicher Berichtsantrag für die kommende Sitzung am 13. Mai gestellt worden, teilte die Fraktion am Samstag mit.

Das 46 Jahre alte Opfer soll von dem 40 Jahre alten Neonazi Bernd T. und einem 27-Jährigen vom 8. bis 15. April in einer Wohnung gefangen gehalten und mit Schlägen und Tritten verletzt worden sein. Warum sie den Mann festhielten, war zunächst nicht bekannt. Nach sieben Tagen gelang ihm die Flucht. Ermittelt wird auch gegen zwei Frauen, die den Männern geholfen haben sollen.

Bernd T. sollte vor rund einer Woche als Zeuge im NSU-Prozess aussagen. Er schickte aber an das Oberlandesgericht München (OLG) eine E-Mail, dass er "krankheitsbedingt verhindert" sei. Vor diesem Hintergrund forderte die SPD-Fraktion, es müsse geklärt werden, wann die Straftat begangen worden sei und ob dies womöglich zum Zeitpunkt der geplanten Vernehmung geschehen sei. Zudem verlangte die Fraktion Informationen zur Prüfung eines Verbots des rechtsextremen Vereins Sturm 18 Cassel. In dessen Dunstkreis soll die Tat geschehen sein.

dpa

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