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Mainzer Kardinal Lehmann wünscht sich Frauen als Diakone

Kirche Mainzer Kardinal Lehmann wünscht sich Frauen als Diakone

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann setzt sich für ein Diakonenamt für Frauen ein. "Leider dauert es schon zu lange, bis in Rom eine Entscheidung fällt über einen Ständigen Diakonat der Frau", sagte der scheidende Bischof im dpa-Interview.

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Kardinal Karl Lehmann ist zu sehen.

Quelle: Michael Reichel/Archiv

Mainz. Für ein Priestertum der Frau sehe er in der katholischen Kirche allerdings keinen Weg. Man dürfe dies aber auch nicht als einziges Kriterium für eine bessere Akzeptanz der Frau aufstellen.

Diakone haben in der Kirche zahlreiche Aufgaben, vor allem im sozialen Bereich, der Seelsorge und der Gemeindearbeit. Sie sind aber nicht dem Priester gleichgestellt. In der katholischen Kirche wird schon länger über Frauen als geweihte Diakone diskutiert.

Grundsätzlich gilt in der katholischen Kirche, dass nur Männer geweiht werden können. Der damalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hatte 2013 dafür geworben, Frauen als Diakone in einem speziellen neuen Amt zuzulassen. Bei der Familiensynode in Rom fand der Vorschlag, Frauen als Diakone zuzulassen, kein großes Echo.

Am 16. Mai wird Kardinal Lehmann 80 Jahre alt. Er hat Papst Franziskus daher gebeten, seinen Dienst als Mainzer Bischof zu beenden. Das Bistum sieht kaum einen Zweifel, dass der Papst die Bitte erfüllen werde. Lehmann genießt in der katholischen Kirche und darüber hinaus sehr hohes Ansehen. Er war von 1987 bis 2008 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

dpa

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