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Main-Taunus-Kreis bereitet im Krisenmodus Flüchtlingsankunft vor

Migration Main-Taunus-Kreis bereitet im Krisenmodus Flüchtlingsankunft vor

Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls hat sich der Main-Taunus-Kreis am Wochenende weiter auf die Ankunft von etwa 1000 Flüchtlingen vorbereitet. Es sei noch unklar, wann die Hilfesuchenden im Kreis eintreffen werden, sagte Sprecher Johannes Latsch am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

Hofheim. Die Notunterkünfte in zwei Hallen sollen aber ab Montag um 14.00 Uhr bezugsfertig sein.

Der Main-Taunus-Kreis hatte wegen der kurzfristigen Aufnahme der Flüchtlinge am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen - erstmals seit 1945. Dies habe aber nichts damit zu tun, dass der Kreis die Flüchtlinge als Katastrophe empfinde, betonte Latsch.

Rechtliche und organisatorische Gründe seien ausschlaggebend gewesen für den Schritt: "Der Kreis hat keine eigenen Hallen, die groß genug sind. Alle ausreichend großen Hallen gehören den Kommunen. Theoretisch könnte jeder Bürgermeister sagen, dass er zunächst seinen Magistrat befragen muss", erklärte Latsch. Im Katastrophenfall würden die Entscheidungs- und Handlungswege verkürzt, über die benötigten Hallen könne so ohne Zeitverzögerung verfügt werden.

Zudem gebe es in den Kommunen keine Berufsfeuerwehren. Gegenüber ehrenamtlichen Einsatzkräften und Helfern sei der Kreis aber nur im Katastrophenfall weisungsbefugt. "Dennoch gibt es natürlich eine intensive Abstimmung mit den Kommunen. Wir wollen und können nicht über alles im Kreis einfach so verfügen", sagte Latsch.

dpa

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