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Mahnmal auf EZB-Gelände erinnert an Judendeportationen

Geschichte Mahnmal auf EZB-Gelände erinnert an Judendeportationen

Auf dem Gelände der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt erinnert künftig ein Mahnmal an die Deportation von mehr als 10 000 Juden aus der Stadt. Im Keller der ehemaligen Großmarkthalle wurden die Menschen von 1941 an zusammengetrieben, um auf ihren Abtransport in die Konzentrations- und Vernichtungslager zu warten.

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Die Erinnerungsstätte wird an diesem Sonntag eröffnet. Foto: Boris Roessler

Frankfurt/Main. 179 Personen überlebten - die übrigen starben auf dem Transport oder wurden ermordet.

Die Erinnerungsstätte, die an diesem Sonntag (22. November) eröffnet wird, sei eine Mahnung, allen Formen der Diskriminierung zu widerstehen, sagte der Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) am Freitag bei einer Vorbesichtigung.

Der Kellerraum ist künftig in kostenlosen Führungen zu besuchen, ebenso wie die Rampe, über die die Menschen dorthin gelangten und später zu den Zügen laufen mussten. Beides liegt auf dem besonders gesicherten EZB-Gelände. Öffentlich zugänglich sind die Gleise, von denen die Transporte abfuhren. Die restaurierte Großmarkthalle gehört zum neuen EZB-Ensemble.

Seit 2005 wurde die Gedenkstätte geplant. An den Kosten von 8,4 Millionen Euro beteiligte sich die EZB mit einer Million Euro.

dpa

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