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Linke gegen Verbot von Vollverschleierung: Ditib verteidigt

Parteien Linke gegen Verbot von Vollverschleierung: Ditib verteidigt

Die hessische Linke hat sich gegen ein Verbot der Vollverschleierung von Frauen am Steuer sowie in Behörden, Schulen und Universitäten ausgesprochen. Dies sei nicht praktikabel und trage nicht zu mehr Sicherheit bei, sagte Landtagsfraktionschefin Janine Wissler im Sommerinterview des hr-Fernsehens: "Ich finde, das ist eine Geisterdebatte." In Frankreich gebe es ein Burka-Verbot.

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Die Abgeordnete des hessischen Landtages, Janine Wissler.

Quelle: Oliver Berg/Archiv

Frankfurt/Main. Und dennoch sei es zu Anschlägen gekommen. Die Innenminister der Union sprachen sich am Freitag für ein Verbot der Vollverschleierung in Teilen des öffentlichen Lebens aus.

"Wollen wir denn wirklich, dass Polizistinnen und Polizisten patrouillieren und dass sie Frauen mit Ganzkörperverschleierung Strafzettel ausstellen oder die Burka vom Leib zerren?", fragte Wissler. Wichtiger sei es, über soziale Ursachen von Ausgrenzung als Nährboden für Terrorismus zu reden.

Wissler verteidigte den Moscheenverband Ditib gegen Kritik. Man dürfe muslimische Gemeinden und Verbände in Deutschland nicht in einen Topf werfen mit der türkischen Regierung und sie für deren Handlungen verantwortlich machen. Ditib gestaltet in Hessen den islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen mit.

dpa

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