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Limburger Weihbischof verurteilt Gewalt im Namen Gottes

Kirche Limburger Weihbischof verurteilt Gewalt im Namen Gottes

Der Limburger Weihbischof Thomas Löhr hat Gewalt und Terror im Namen Gottes verurteilt. "Niemals darf im Namen Gottes Hass gepredigt oder Gewalt geübt werden.

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Der Limburger Weihbischof Thomas Löhr.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Limburg/Fulda. Niemand kann Krieg führen und sich dabei auf den Willen Gottes berufen", sagte Löhr laut Mitteilung an Heiligabend in der Christmette im Frankfurter Bartholomäus-Dom. Am Ersten Weihnachtsfeiertag feierte Löhr den Festgottesdienst im Limburger Dom. In seiner Predigt sagte er, der Wille Gottes müsse für Christen die einzige Richtschnur auch dort sein, wo es um die Menschen gehe, die Opfer von Gewalt wurden und deshalb nach Deutschland geflüchtet seien.

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen rief zur Achtung der Menschenwürde auf. Das Wort von der Würde des Menschen sei wie kein anderes in der Diskussion um aktive Sterbehilfe oder assistierten Suizid in aller Munde. "Viele berufen sich darauf und nehmen sie für sich und ihre mitunter ideologischen Ziele in Anspruch", gab der Bischof in seiner Weihnachtspredigt laut Mitteilung zu bedenken. "Sie sprechen über Würde, aber meinen sie auch das, was sie sagen?", fragte er.

Die Geburt von Jesus Christus ist nach Ansicht des Mainzer Kardinals Karl Lehmann ein Rezept gegen die Glaubensmüdigkeit von Christen. "Auch Gott kann sich nicht mehr überbieten als durch die Sendung dieses seines Sohnes in unsere Welt", sagte er in seiner Weihnachtspredigt laut Manuskript. Die Glaubensmüdigkeit von heute könne man am besten durch das "tiefste Bekenntnis unseres Glaubens" ansprechen, nämlich dass die Menschwerdung Gottes "ein einmaliges und unerhörtes Geschenk" sei.

Vor der Wirkung populistischer Parolen der Anti-Islam-Bewegung "Pegida" hatte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in ihrer bereits am Montag verbreiteten Weihnachtsbotschaft gewarnt. Schlagworte gegen eine vermeintliche "Islamisierung" oder "Überfremdung" könnten eine verführerische Kraft entfalten, erklärte EKHN-Präsident Volker Jung. Vorurteile und Ängste würden bedient und geschürt. Die biblische Weihnachtsgeschichte sei hingegen eine "Botschaft gegen die Angst".

dpa

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