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Lehmann kritisiert kircheninterne Kommunikation im Fall Limburg

Kirche Lehmann kritisiert kircheninterne Kommunikation im Fall Limburg

In der Krise des katholischen Bistums Limburg hat der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, die mangelnde interne Kommunikation der Kirche angeprangert. "Das ist nicht nur eine gewisse Sprachlosigkeit nach außen, sondern eine mangelnde Kommunikation nach innen", sagte Lehmann am Dienstag beim Medienempfang der Bistümer Mainz und Limburg in Wiesbaden.

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Kardinal Karl Lehmann.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Wiesbaden. Ausgelöst wurde die Krise durch den mittlerweile abgesetzten Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van-Elst, der explodierende Baukosten für seine neue Residenz über Jahre zu verschleiern suchte.

Die Deutsche Bischofskonferenz sei immer wieder dazu bereit gewesen, Tebartz-van Elst Zeit für die Beantwortung von Fragen zu geben. "Wir haben aber in dieser ganzen Zeit intern eigentlich keine Kenntnisse gehabt, die wir nicht aus den Medien hatten. Und deswegen waren wir auch ein Stück weit ohnmächtig", betonte Lehmann. "Das muss wirklich ganz anders werden, dass wir da eine viel, viel stärkere Kommunikation nach innen haben."

Beim Umgang mit den Medien sprach sich Lehmann ebenfalls für einen offenen Umgang aus: "Wenn man keine Offenheit riskiert, fördert man auch eine Art von investigativem Journalismus. Die Leute müssen dann suchen. Und sie suchen mit allen Mitteln. Das kann ich ihnen nicht verdenken."

Die Bischofsresidenz schlug mit mehr als 30 Millionen Euro zu Buche - ein Vielfaches der ursprünglich veranschlagten Summe. Eine Prüfungskommission der Bischofskonferenz kam zu dem Ergebnis, dass Tebartz-van Elst kirchliche Vorschriften umgangen und Baukosten in die Höhe getrieben habe. Papst Franziskus berief den Bischof im März ab, ein Nachfolger steht noch nicht fest.

dpa

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