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Landrat Erich Pipa erhält erneut Todesdrohung

Kriminalität Landrat Erich Pipa erhält erneut Todesdrohung

Der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, hat wegen seiner Flüchtlingspolitik erneut eine Todesdrohung bekommen. Wie der Kreis am Freitag mitteilte, erhielt der SPD-Politiker rund ein Jahr nach der ersten Nachricht wieder einen Brief.

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Erich Pipa.

Quelle: Jörn Perske/Archiv

Gelnhausen. Die Polizei ermittelt.

Auf der Fotomontage werde ein "finaler Schlag" während "Kinzigtal Total" geplant. Damit ist der Radler-Sonntag gemeint. Dafür werden am 11. September 80 Kilometer Landes- und Kreisstraßen entlang der A66 zwischen Sinntal und Hanau im Main-Kinzig-Kreis für den Autoverkehr gesperrt. Im Verlauf des Jahres habe Pipa 14 Drohbriefe bekommen, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden, hieß es.

Der Landrat nehme dieses Mal nicht wie gewohnt an der Veranstaltung teil. Er müsse sich nach einem operativen Eingriff noch einige Tage erholen, teilte der Kreis mit. Im Vorjahr hatte Pipa unter Polizeischutz an der Veranstaltung teilgenommen, weil er massiv bedroht worden war.

Der Landrat kritisierte Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Urheber der Drohungen sei bisher nicht ausfindig gemacht worden. "Das gleicht einer Kapitulation des Staates vor diesem anonymen Schmierer", teilte Pipa mit, der mit Hilfe von privaten Spendern eine Belohnung von 11 000 Euro ausgesetzt hat, die zur Ergreifung der Täter führen.

dpa

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