Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Landesausländerbeirat will mehr Zeiten für Frauenschwimmen

Gesellschaft Landesausländerbeirat will mehr Zeiten für Frauenschwimmen

In einigen hessischen Städten sind spezielle Zeiten für Frauen in Schwimmbädern bereits üblich. Der Landesausländerbeirat hätte gerne mehr davon. "Es gibt einen Bedarf", sagte der Vorsitzende des Landesausländerbeirats, Enis Gülegen, der Deutschen Presse-Agentur.

Voriger Artikel
Hessische Politiker bestürzt über Amoklauf in München
Nächster Artikel
Ministerin: Staat ist nicht machtlos gegen Hasskommentare

Zwei muslimische Schülerinnen und ihre Lehrerin stehen am Beckenrand.

Quelle: Rolf Haid/Archiv

Frankfurt/Main. Nicht nur muslimische Frauen fühlten sich wohler, wenn sie unter sich dem Schwimmen nachgehen könnten.

"Wir sind eine pluralistische Gesellschaft, da soll sich jeder entfalten können", sagte Gülegen, der Lehrer in Frankfurt ist. Er verwies darauf, dass es auch spezielle Fitnessstudios für Frauen gebe. Das Ablehnen von Schwimmzeiten für Frauen aus integrationspolitischen Gründen hält er für falsch. "Das Gegenteil ist doch richtig: Muslimische und andere Frauen sollten am sportlichen Angebot partizipieren können."

Eine Stärkung des Frauenschwimmens widerspreche nicht dem koedukativen Prinzip an den Schulen. "Das ist ein Grundpfeiler der Gesellschaft, an dem nicht zu rütteln ist." An eine Bildungsinstitution müssten aber andere Kriterien angelegt werden als an eine Freizeitaktivität.

Frauenschwimmen gibt es derzeit in hessischen Großstädten wie Frankfurt, Wiesbaden oder Kassel. Auch in Maintal soll ab September eine Stunde Frauenschwimmen angeboten werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr