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Krawalle und erhebliche Störungen bei Blockupy erwartet

Polizei Krawalle und erhebliche Störungen bei Blockupy erwartet

Mit gewalttätigen Ausschreitungen und deutlichen Beeinträchtigungen des Alltagslebens rechnet die Frankfurter Polizei bei den Blockupy-Protesten am Mittwoch. "Die Menschen, die sich in der Stadt aufhalten, haben aber keinerlei Anlass zur Sorge", sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Freitag in Frankfurt.

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Die Polizei erwartet erhebliche Störungen.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. Das Gros der Demonstranten sei friedlich und Stadt und Polizei gut vorbereitet.

Mehr als 5000, aber weniger als 10 000 Kräfte aus ganz Deutschland werden im Einsatz sein. Zu ersten unangemeldeten Protest-Aktionen werde es voraussichtlich nicht erst am Tag der Eröffnung des neuen EZB-Hauptsitzes kommen, sondern bereits an diesem Wochenende.

Bei dem Protest am Mittwoch müsse mit mehr gewaltbereiten und gewaltentschlossenen Teilnehmern gerechnet werden als bei der letzten großen Blockupy-Demonstration 2013, sagte Bereswill. Es gebe auch Aufrufe der rechtsextremen NPD sowie von Ultras und Hooligans. Die Veranstalter der Hauptdemonstration gingen von insgesamt 10 000 Teilnehmern aus. Es könnten aber auch mehr werden, sagte Bereswill mit Blick auf die "starke Mobilisierung" im In- und Ausland. In den vergangen Monaten habe es in Venedig und mehreren deutschen Städten zudem mehrere Straftaten mit Verweis auf die Blockupy-Proteste in Frankfurt gegeben.

So müsse auch damit gerechnet werden, dass in Frankfurt Textilgeschäfte und Läden mit Luxuswaren von Demonstranten belagert würden. Der Einzelhandelsverband empfiehlt aber nicht, Läden zu schließen, wie der Vorsitzende Joachim Stoll sagte.

"Kein Initiator hat sich bisher von Gewalt distanziert oder zu Friedlichkeit aufgerufen", kritisierte Bereswill. Er appellierte an die Bürger, friedlich zu demonstrieren und sich von Straftätern zu distanzieren. Blockupy warf der Polizei Panikmache vor. Der stellvertretende hessische Landtagspräsident und Anmelder der zentralen Kundgebung und Demo, Ulrich Wilken (Linke), sagte der dpa: "Blockupy plant keine Gewalttaten, sondern einen lauten und bunten Protest."

Als Versammlungsleiter werde er auf der Demo zum friedlichen Protest aufrufen, sich aber nicht schon im Vorfeld auf eine Gewaltdiskussion einlassen. "Ich will in erster Linie über die Inhalte des Protests reden", sagte Wilken. Die Auflage der Stadt sehe er kritisch, weil dies dazu führen werde, dass der Protestzug vom Römer zur Alten Oper langsamer werde und sich bis in die Dunkelheit ziehe. Die Stadt hatte die Route eines zweiten Zugs abgeändert, um eine Umschließung der Innenstadt zu verhindern. Vor Gericht werde er die Auflage aber nicht anfechten, sagte Wilken.

dpa

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