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Kommunen wollen mehr Gestaltungsfreiraum auf Arbeitsmarkt

Kommunen Kommunen wollen mehr Gestaltungsfreiraum auf Arbeitsmarkt

Der Hessische Landkreistag fordert mehr Gestaltungsspielraum für die Kommunen bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen. Es müsse Schluss sein mit dem Zentralismus bei der Arbeitsverwaltung, erklärte Verbandspräsident Erich Pipa am Montag auf einer Tagung in Darmstadt anlässlich der Hartz-IV-Reformen vor rund zehn Jahren.

Wiesbaden/Darmstadt. "Wir müssen gestalten statt verwalten."

Das Modell der Optionskommunen, bei dem sich Landkreise und Städte selbst um ihre Langzeitarbeitslosen kümmern, habe sich bewährt. Die Zahl der Leistungsbezieher sinke durchschnittlich schneller als in anderen Regionen im Land. Die Hartz-Reformen müssten aber weiterentwickelt werden. Es sollte einen sozialen Arbeitsmarkt für arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose und Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche geben, die die Schule ohne Abschluss verlassen, betonte Pipa. Zudem müsse es einen Bürokratieabbau bei der Gewährung von Hartz-IV geben.

Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) unterstützte die Haltung des Landkreistages. Regionale Besonderheiten könnten häufig nur mit flexiblen Lösungen und kommunaler Kompetenz vor Ort in den Griff bekommen werden. Hessen sei wegen dieser Arbeitsmarktpolitik auch bundesweit Vorreiter bei der Betreuung von Langzeitarbeitslosen in kommunaler Verantwortung.

dpa

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