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Kita-Studie wird im Landtag unterschiedlich interpretiert

Landtag Kita-Studie wird im Landtag unterschiedlich interpretiert

Jüngste Forschungsergebnisse zur Kinderbetreuung in Hessen haben am Donnerstag im Landtag für Diskussionsstoff gesorgt. Das Land komme unter Schwarz-Grün in der frühkindlichen Bildung nicht so voran, wie es erforderlich wäre, kritisierte der familienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Gerhard Merz.

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Gerhard Merz (SPD) spricht im Plenarsaal vom Landtag in Wiesbaden.

Quelle: Christoph Schmidt/Archiv

Wiesbaden. "Hessen hält unter den westdeutschen Flächenländern die rote Laterne, wenn man sich die Personalstandards in den Kitas anschaut."

Krippen- und Kindergartenkinder in Hessen müssen einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge mit weniger Erziehern auskommen als im westdeutschen Durchschnitt. Eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft ist für 3,8 ganztags betreute Krippen- oder für 9,8 Kindergartenkinder zuständig. Der westdeutsche Durchschnitt liegt pro Fachkraft bei 3,6 Krippen- oder 8,6 Kindergartenkindern.

Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hielt der Kritik entgegen, dass für die in der Studie gezählten Fachkräfte je nach Bundesland unterschiedliche Anforderungen gälten. Anders als beispielsweise in Baden-Württemberg werde in Hessen eine sogenannte Dorfhelferin mit 25-tägiger Zusatzausbildung nicht als Fachkraft anerkannt. Grüttner verwies auf die im Vergleich hohe Quote von zehn Prozent beim Kita-Personal mit einem fachlich einschlägigen Hochschulabschluss.

dpa

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