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Kirchenrechtler: Einheit des Bistums ist wichtigste Aufgabe

Kirche Kirchenrechtler: Einheit des Bistums ist wichtigste Aufgabe

Der neue Limburger Bischof Georg Bätzing steht nach Auffassung des Kirchenrechtlers Thomas Schüller vor der Aufgabe, das Bistum nach dem Skandal um den abberufenen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zu einen.

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Thomas Schüller. Foto: WWU Münster/Archiv

Limburg. "Viele leiden noch immer unter den Folgen", sagte Schüller der Deutschen Presse-Agentur. Bätzing müsse erreichen, dass alle im Bistum an einem Strang zögen. Zugleich gehe es darum, den Menschen die Freude am Glauben zurückzubringen. "Das sind ja die klassischen Aufgaben eines Bischofs", sagte Schüller.

Der neu berufene Bischof Georg Bätzing stamme aus dem Bereich des Bistums und spreche die Sprache der Menschen. Hinzukomme, dass Bätzing als Cheforganisator der Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier gezeigt habe, dass er auch geistliche und ökonomische Impulse setzen könne. "Es kommt eine Menge auf ihn zu", sagte der Professor und Kenner des Bistums Limburg.

Klären müsse der neue Bischof, ob er in die umstrittene Residenz einziehe, deren Luxusausbau Tebartz-van Elst vorangetrieben hatte und die für viele Menschen negativ besetzt sei. "Das ist eine wichtige Entscheidung mit großer Symbolkraft, denn das zeigt für viele Menschen, wie authentisch er sein Bischofsamt ausübt", sagte Schüller. Bätzing hatte am Freitag keine Fragen beantwortet, auch nicht die nach seiner künftigen Residenz.

Tebartz-van Elst war im März 2014 abberufen worden. Er stand wegen der Kostenexplosion beim Bau des neuen Bischofssitzes und seiner Amtsführung, die viele als autoritär empfanden, in der Kritik.

dpa

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