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Kirchen rufen zu festem Glauben trotz Gewalt und Krisen auf

Kirche Kirchen rufen zu festem Glauben trotz Gewalt und Krisen auf

Die christlichen Kirchen haben an Ostern zu festem Glauben trotz Gewalt, Krisen und schwerer Unglücke aufgerufen. In vielen Predigten war der Flugzeugabsturz in den französischen Alpen Thema.

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Weihbischof Manfred Grothe vom Bistum Limburg.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Mainz/Limburg. Mit Blick auf die 150 Toten sei es sehr schwer, am Glauben festzuhalten, sagte Kardinal Karl Lehmann am Sonntag im Mainzer Dom laut vorab verbreitetem Redetext. Aber das Osterfest lehre, dass man ein Licht am Ende des Tunnels sehen könne. "Vielleicht zuerst nur ein kleines Licht, es kann aber im Glauben an die Auferstehung unseres gekreuzigten Herrn auch wieder heller werden", sagte Lehmann.

Auf das Unglück der Germanwings-Maschine ging auch der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen ein. Angesichts dessen und angesichts der weltweiten Christenverfolgung müsse die Auferstehung Jesu Christi von den Toten erst recht gefeiert werden, sagte Algermissen nach Mitteilung seines Bistums im Fuldaer Dom.

Der Bischof verurteilte zugleich die aktive Sterbehilfe. Anders als der Begriff nahelege, gehe es nicht darum, Menschen beim Sterben zu helfen, sondern ihren Tod herbeizuführen. Für Menschen, die von Ostern geprägt seien, könne "aktive Sterbehilfe" keine Lösung sein, sondern allein "konsequenter Lebensschutz und intensivste Sterbebegleitung, medizinischer, pflegerischer und seelsorglicher Beistand auf dem allerletzten Weg".

Mit Blick auf das Leid in der Welt sei es schwer, an das Leben nach dem Tod zu glauben, sagte der derzeitige Leiter des Limburger Bistums, Weihbischof Manfred Grothe, laut Mitteilung in der Osternacht im Limburger Dom. Doch Jesus halte dagegen: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis untergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben."

Auch der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, ging in seiner Osterbotschaft auf das Flugzeugunglück ein. Menschen seien in schwierigen Lebenssituationen oft auf sich selbst zurückgeworfen. Jung wünschte allen Betroffenen Menschen, die sie trösten könnten, aber auch die Erfahrung der Jünger an Ostern. Sie hätten mit der Auferstehung Jesu erlebt, dass sie nicht alleine zurückblieben.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, rief in seiner Osterbotschaft auf, für alle zu beten, die unter der Last des Kummers zu zerbrechen drohten, und ebenso für diejenigen, die ihre Stärke und ihren Mut dafür einsetzten, Leiden zu mindern. Der Absturz in den Alpen erinnere an die Brüchigkeit menschlichen Lebens. Daran könne man wachsen, aber auch scheitern.

dpa

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