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Kirchen fordern mehr Transparenz bei Abschiebungen am Flughafen

Flüchtlinge Kirchen fordern mehr Transparenz bei Abschiebungen am Flughafen

Die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber über den Frankfurter Flughafen ist nach Darstellung einer kirchlichen Initiative zu intransparent. Es werde zu wenig Rücksicht auf die Vorgeschichte der betroffenen Flüchtlinge genommen, kritisierten der Caritasverband für die Diözese Limburg und das Diakonische Werk Frankfurt des Evangelischen Regionalverbandes am Dienstag.

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Abschiebungen per Flugzeug sind ein heikles Thema. Foto: F. Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. Die beiden Organisationen hatten 2006 die "Abschiebungsbeobachtung am Flughafen Frankfurt" gegründet.

Laut Jahresbericht der Initiative wurden 2013 rund 450 von insgesamt 2780 Abschiebungen am Flughafen von Caritas- und Diakonie-Mitarbeiterinnen beobachtet. Ein massives Problem sei die Abschiebung von psychisch belasteten und traumatisierten Menschen, teilweise unter Zwang: "Hier muss die bisherige Praxis unbedingt überprüft werden", sagte Hejo Manderscheid, Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Limburg, laut Mitteilung.

Der gesamte Abschiebungsprozess sei nicht ausreichend transparent, kritisieren die Kirchen. Die Abschiebungsbeobachtung müsse Zugang zu allen Daten und Informationen haben. Die Zusammenarbeit zwischen den handelnden Behörden, insbesondere mit den Ausländerbehörden und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge müsse verbessert werden.

dpa

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