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Kirchen befassen sich mit Sterbehilfe und Medien - Rotstift in EKKW

Religion Kirchen befassen sich mit Sterbehilfe und Medien - Rotstift in EKKW

In Hessen treffen sich die evangelischen Kirchen zu ihren Frühjahrssynoden. Neben inhaltlichen Themen geht es auch um Geldsorgen. Die EKHN Hessen-Nassau trifft sich vom 23. bis 25. April in Frankfurt, die EKKW Kurhessen-Waldeck in der gleichen Zeit im nordhessischen Kloster Haydau in Morschen.

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EKHN-Kirchenpräsident Volker Jung.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Kassel. EKHN-Kirchenpräsident Volker Jung will sich zum Auftakt mit der Entwicklung der Medien und ihrer Rolle in der Gesellschaft beschäftigen. Ums Thema Geld geht es beim Bericht über die rund 50 Diakonie- und Sozialstationen der EKHN. Mehr als die Hälfte der Einrichtungen komme aufgrund finanzieller Probleme im Gesundheitswesen kaum mehr zurecht, sagte ein EKHN-Sprecher am Freitag.

Diskutiert werden solle auch über die Möglichkeit, eine Art Rettungsschirm aufzuspannen. An ein Aufgeben der Einrichtungen sei nicht gedacht. Bei der Herbstsynode sei dann traditionell die Verabschiedung des Haushaltes für das kommende Jahr der Schwerpunkt.

Die EKKW plant bei ihrem Treffen auch eine Debatte über Sterbehilfe. Die Synodalen sollten Gelegenheit zum Austausch haben, sagte Präses Rudolf Schulze am Freitag in Kassel. Das Kirchenparlament berät auch über den Zukunftsprozess Volkskirche. Es werde gefragt, was es bedeute, eine Volkskirche zu sein. Zudem wird auch die Verfolgung von Christen weltweit zur Sprache kommen. "Wir können dazu nicht schweigen", betonte Schulze.

Im Herbst soll sich eine Sondersynode mit dem Sparprogramm der EKKW befassen: Die Kirche will die Kosten bis 2026 um 25 Prozent, also um rund 150 Millionen Euro pro Jahr senken. Grund dafür sei vor allem die demografische Entwicklung. Die EKKW verliert pro Jahr mehr als 8000 Gemeindemitglieder. "Alle Aufgabenfelder kommen auf den Prüfstand", kündigte Schulze an. Bereits im vergangenen Jahr hatte die EKKW rund jede zehnte Gemeindepfarrstelle abgebaut. "Wir werden damit nicht am Ende sein", sagte Prälatin Marita Natt.

dpa

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