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Kassels Verkehrsplan 2030: Blick auf Verkehrsströme

Verkehr Kassels Verkehrsplan 2030: Blick auf Verkehrsströme

Als nach eigenen Angaben eine der ersten Städte Deutschlands bezieht Kassel in die Verkehrsplanung nicht nur Verkehrsmittel, sondern auch Verkehrsströme ein. Auf der einen Seite seien Fußgänger, Auto-, Bahn- oder Radfahrer betrachtet worden, sagte Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) am Mittwoch bei der Vorstellung des Verkehrsentwicklungsplans 2030 (VEP).

Kassel. "Wir müssen den Verkehr auch von unterschiedlichen Seiten sehen, welches Ziel hat das Verkehrsverhalten?" So wurden auch der Schüler-, Berufs-, Einkaufs- oder Wirtschaftsverkehr bewertet. "Die Erreichbarkeit ist ein wesentliches Ziel", sagte Nolda.

Für den Plan seien nicht nur Bürger und Experten, sondern auch Kinder und Jugendliche befragt worden. Der VEP enthält mehr als 270 konkrete Vorschläge, wie der Verkehr besser, sicherer und umweltfreundlicher werden kann: Es sollen mehr Ampeln an Hauptverkehrsstraßen gebaut werden, zudem sollen Rad- und Fußverkehr getrennt werden und "Komfortradwege" in die Region entstehen.

Die Stadt geht davon aus, dass es bis 2030 eine deutliche Verlagerung vom Auto zu Rad, Bus und Bahn geben wird. Wegen des demografischen Wandels werde der Anteil des ÖPNV am Verkehrsaufkommen größer. Mit dem übergreifenden Konzept habe Kassel vielen Städten etwas voraus, sagte Nolda. Der Verkehrsentwicklungsplan sei eine strategische Grundlage für die kommenden 15 Jahre.

dpa

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