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Karlsruhe: Verfahren gegen Terrorverdächtige

Terrorismus Karlsruhe: Verfahren gegen Terrorverdächtige

Nach der Festnahme von zwei Terrorverdächtigen in Göttingen hat die Polizei die Generalbundesanwaltschaft eingeschaltet. Noch sei aber unklar, ob die Karlsruher Strafverfolgungsbehörde den Fall an sich ziehe, sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

Göttingen. Eine Entscheidung werde in dieser Woche erwartet. "Wir haben dem Generalbundesanwalt Unterlagen zu dem Fall zur Prüfung geschickt", sagte die Sprecherin.

Die Polizei hatte am Donnerstag in Göttingen einen 22 Jahre alten Nigerianer und einen 27-jährigen Algerier festgenommen. Sie werden verdächtigt, einen Terroranschlag geplant zu haben. Die Vorbereitungen dazu waren laut Polizei so weit fortgeschritten, dass der Anschlag jederzeit hätte passieren können.

Bei Durchsuchungen von elf Häusern in Göttingen und einer Wohnung in Kassel waren Waffen, Munition, IS-Flaggen, Messer, Pyrotechnik und elektronische Speichermedien sowie Handys und Laptops beschlagnahmt worden. Die Untersuchung der Gegenstände laufe noch, sagte die Polizeisprecherin.

Die beiden festgenommenen Männern werden der radikal-islamistischen Szene zugerechnet, sie befinden sich gegenwärtig im sogenannten Langzeitgewahrsam. Dort können sie maximal zehn Tage festgehalten werden, bis über eine Abschiebung oder eine mögliche Untersuchungshaft entschieden ist. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte erklärt, die in Deutschland geborenen Männer sollten möglichst bald abgeschoben werden, wenn dies gehe.

dpa

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