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Kardinal Lehmann: Paul VI. war "ein großer Papst"

Kirche Kardinal Lehmann: Paul VI. war "ein großer Papst"

Der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hält die Seligsprechung des wegen des Pillen-Verbots umstrittenen Papstes Paul VI.

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Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Mainz/Rom. (1963 bis 1978) für gerechtfertigt. "Ganz zweifellos war eine Wiederentdeckung dieses großen Papstes fällig", betonte der Mainzer Bischof im Interview der Deutschen Presse-Agentur anlässlich der Seligsprechung am Sonntag in Rom zum Abschluss der Familiensynode mit Bischöfen aus aller Welt. Die große Bedeutung Paul VI. für das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) und die nachkonziliare Reform seien bisher "nicht ausreichend" gewürdigt worden.

Die Hauptanliegen der Enzyklika "Humanae Vitae" (1968) von Paul VI. für ein pastorales und theologisches Verständnis der christlichen Ehe sei durch die Art der Entscheidung zur Geburtenregelung "bis heute weitgehend verdeckt". "Hier braucht es eine gründliche erneute Beschäftigung, auch wenn man die konkrete Lehr-Argumentation im Blick auf die Empfängnisverhütung für fragwürdig hält." In "Humanae vitae" hatte der damalige Papst Katholiken den Gebrauch von Verhütungsmitteln wie der Anti-Baby-Pille untersagt. Die deutschen Bischöfe reagierten mit der "Königsteiner Erklärung" und verwiesen auf das Gewissen jedes Katholiken als letzte Entscheidungsinstanz.

dpa

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