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Kampfhubschrauber bei Tag der Bundeswehr: Autobahn gesperrt

Verteidigung Kampfhubschrauber bei Tag der Bundeswehr: Autobahn gesperrt

Kampfhubschrauber und eine gesperrte Autobahn - rund 70 000 Besucher haben am Samstag den Tag der Bundeswehr im nordhessischen Fritzlar erlebt. "Die Bundeswehr ist fester Bestandteil unserer demokratischen Gesellschaft", sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) in der Georg-Friedrich-Kaserne.

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Bundeswehrsoldaten.

Quelle: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Fritzlar.  Der Kommandeur des Kampfhubschrauberregiments 36, Andreas Brendel, betonte, Fritzlar mit seinen rund 1200 Soldaten sei einer der bedeutendsten Garnisonen Hessens. Hier sind 24 Tiger stationiert, die einzigen Kampfhubschrauber der Bundeswehr. 

Eigens für die Veranstaltung hatte die Polizei eine mehr als 30 Kilometer lange Strecke der Autobahn 49 gesperrt. Das Teilstück wurde als Parkfläche für Tausende Autos genutzt. "Das Konzept ist gut angenommen worden. Wir hatten noch viel Platz auf der Autobahn", sagte ein Polizeisprecher. 

Begonnen hatte der Tag der Bundeswehr mit einer Kampfhubschrauber-Flugschau. Der Tiger zeigte Loopings, flog rückwärts und steil auf und ab. Diese Manöver, geflogen von erfahrenen Fluglehrern, gibt es nach Angaben der Bundeswehr nicht im normalen Betrieb. Zudem waren Fallschirmspringer und auch am Boden viele Militär-Hubschrauber zu sehen. Es gab auch Informationen zu Frauen in und zu Karrierechancen bei der Bundeswehr. Rüstungsunternehmen stellten sich ebenfalls vor. So warb die Bundeswehr zu ihrem 60-jährigen Bestehen an bundesweit 15 Standorten für sich, Fritzlar war der einzige in Hessen.

Kritik an der Veranstaltung kam von den hessischen Linken. "Um Werbung für die Beteiligung an Kriegen zu machen und Nachwuchs für die Truppe anzuwerben, gibt die Bundeswehr rund 2,5 Millionen Euro an Steuergeldern für dieses Militärspektakel aus", sagte die Landesvorsitzende Heidemarie Scheuch-Paschkewitz. "Getarnt als Programm für die ganze Familie wird ein militaristisches Spektakel mit Kampfhubschraubern, Panzern und anderem Kriegsgerät hochgezogen, das zur Verherrlichung von Kriegseinsätzen dient", beklagte die aus Hessen stammende verteidigungspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Christine Buchholz.

dpa

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