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K+S reicht neuen Versenkantrag für Salzabwasser ein

Bergbau K+S reicht neuen Versenkantrag für Salzabwasser ein

Um länger Salzabwasser in den Boden pressen zu dürfen, hat der Kali- und Salzproduzent K+S am Donnerstag einen neuen Antrag beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht.

Kassel. Danach sollen von Dezember 2015 bis Ende 2021 durchschnittlich bis zu zwei Millionen Kubikmeter Lauge pro Jahr am Standort Hattorf (Philippsthal) in Osthessen versenkt werden, wie der Dax-Konzern mitteilte. Die Menge war im mit dem Land Hessen vereinbarten Vier-Phasen-Plan so vorgesehen. Bislang sind 4,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr genehmigt. Das Abwasser fällt bei der Gewinnung von Kali-Salzen an.

Ein Sprecher des Regierungspräsidiums (RP) sagte, die Unterlagen würden gründlich geprüft, vor allem darauf, ob alle Fragen aus den Unterlagen zu beantworten seien. Unklar sei, bis wann die Behörde darüber entscheide. "Wir werden schnell arbeiten, damit schnell Klarheit herrscht", betonte er.

Laut K+S stellt ein Kontrollsystem sicher, "dass es durch die Versenkung zu keiner Gefährdung von Grund- und Trinkwasser kommt". Die Methode sei "sicher und verantwortbar". Kritik kam vom Bürgermeister der thüringischen Gemeinde Gerstungen, Werner Hartung, der eine Trinkwassergefährdung durch das Abwasser befürchtet.

Die derzeitige Versenkerlaubnis war von Kritikern und Umweltverbänden nach einem Gutachten infrage gestellt worden. Darin wurde eine Gefahr für Trink- und Heilwasserbrunnen durch die Lauge nicht ausgeschlossen. Eine akute Gefährdung gibt es demnach aber nicht.

dpa

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