Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 12 ° Regen

Navigation:
Justiz prüft Ermittlungen wegen Salafisten-Übergriffs in Frankfurt

Parteien Justiz prüft Ermittlungen wegen Salafisten-Übergriffs in Frankfurt

Die Justiz in Frankfurt prüft Ermittlungen wegen des salafistischen Übergriffs auf ein Jugendhaus Anfang Mai. Die Polizei habe den Sachverhalt der Staatsanwaltschaft zur Prüfung übergeben, sagte Behördensprecherin Doris Möller-Scheu am Dienstag.

Voriger Artikel
Ex-Ministerin Kristina Schröder zum zweiten Mal Mutter
Nächster Artikel
Land hält an Umweltlotterie fest: Zeitpunkt offen

Greilich: «Es gibt den Amtsermittlungsgrundsatz».

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Wiesbaden. Die FDP-Fraktion in Wiesbaden stellte Strafanzeige, um Ermittlungen auf den Weg zu bringen.

Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte Anfang Juni erklärt, es gebe keine Ermittlungen, weil weder das Jugendhaus noch eine Mitarbeiterin Anzeige erstattet hätten. Drei radikale Muslime hatten die Frau wegen ihrer Kleidung kritisiert. Dann hatten sie sich geweigert, das Jugendhaus zu verlassen. Die Polizei musste zu Hilfe gerufen werden. Danach hatte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Träger die Einrichtung für sechs Wochen geschlossen.

Der FDP-Abgeordnete Greilich sah durch diese Vorkommnisse den Verdacht auf Nötigung, Bedrohung und Körperverletzung erfüllt. Es sei völlig unverständlich, dass nicht ermittelt werde. "Es gibt den Amtsermittlungsgrundsatz." Den Salafisten dürfe nicht durch Nachgiebigkeit der Eindruck vermittelt werden, dass sie die Schließung einer bislang freien Jugendarbeit erzwingen können.

Die Staatsanwaltschaft prüfe zunächst den Verdacht auf Hausfriedensbruch, auch wenn keine Anzeige der AWO vorliege, erläuterte Möller-Scheu. Bei Bedrohung oder Nötigung liege die Schwelle deutlich höher. Dafür müssten die Männer konkrete schwere Straftaten angedroht haben.

Die CDU nannte es eine Unterstellung der oppositionellen FDP, dass Straftaten nicht im gebotenen Umfang verfolgt würden. Minister Beuth wolle zudem im Juli ein Präventionsnetzwerk gegen Salafismus vorstellen. Auch die SPD kritisierte die Anzeige der Liberalen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr