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Jahns-Verteidiger beantragt Einstellung des Verfahrens

Prozesse Jahns-Verteidiger beantragt Einstellung des Verfahrens

Im Untreue-Prozess gegen den früheren EBS-Präsidenten Christopher Jahns hat die Verteidigung am Dienstag die vorläufige Einstellung des Verfahrens beantragt. Der herzkranke Angeklagte sei über Monate verhandlungsunfähig, argumentierte Verteidiger Alfred Dierlamm.

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Der frühere EBS-Präsident Christopher Jahns.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Die Hauptverhandlung werde damit länger unterbrochen, als die Strafprozessordnung zulässt. In einem solchen Fall muss das Verfahren entweder eingestellt oder komplett von vorn begonnen werden. Über die Einstellung muss das Landgericht Wiesbaden entscheiden.

In dem seit 16 Monaten laufenden Prozess wirft die Anklage Jahns vor, von der EBS 180 000 Euro der früheren Schweizer Beratungsfirma BrainNet zugeschanzt zu haben. An dem Unternehmen war Jahns beteiligt. Er bestreitet die Vorwürfe.

Der 44 Jahre alte Angeklagte ist nach Angaben der Verteidigung herzkrank und leidet unter Depressionen. Beim vorerst letzten Verhandlungstag am 30. Juli war er aus dem Gerichtssaal ins Krankenhaus gebracht worden. Ein im August im Auftrag des Gerichts erstelltes Gutachten hält Jahns für zwei bis drei Monate für verhandlungsunfähig. Dierlamm schrieb, wegen einer hohen Rückfallgefahr werde Jahns weitere Untersuchungen vor Abschluss einer Therapie ablehnen.

dpa

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