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Jagd-Debatte: Experte für weitgehende Schonung der Tiere

Umwelt Jagd-Debatte: Experte für weitgehende Schonung der Tiere

Im Streit um die neue Jagdverordnung in Hessen plädiert der Zoologe Josef H. Reichholf für eine weitestgehende Schonung aller Arten. Aus reiner Jagdlust dürften Tiere nicht mehr geschossen werden, verlangt der Biologe, der auch prominenter Buchautor ist.

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Erlegtes Wild. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Wiesbaden. Dies müsse vor allem für alle Vogelarten wie Wildenten und Wildgänse gelten.

Reichholf, ist am Montag als Experte zur Anhörung im Landtag über die umstrittene Verordnung geladen. Die Vorschläge des grün geführten Umweltministeriums haben die Jäger auf die Barrikaden gebracht. Sie dürfen Rebhuhn und Graugans nicht mehr schießen. Aber auch die Umweltschützer sind mit dem Entwurf nur zum Teil zufrieden, weil zum Beispiel der Feldhase weiter geschossen werden darf.

Reichholf wirft in seiner für die Anhörung vorliegenden schriftlichen Stellungnahme der Jägerschaft vor, Beweise für die Notwendigkeit der Bejagung schuldig zu bleiben. Beim Wild seien die Bestände nicht "reguliert" worden. Die Zahl der Wildschweine nehme sogar zu. Für das Wild verlangte Reichholf eine angepasste Jagd. Folge der jetzigen Methoden sei, dass zum Beispiel Rehe immer scheuer würden und ihre tageszeitlichen Aktivitäten inzwischen in die Nacht verlegten. Dies führe zu vielen Verkehrsunfällen mit Toten und Verletzten.

dpa

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