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Islamwissenschaftler verurteilten Religionskampf in Nahost

Wissenschaft Islamwissenschaftler verurteilten Religionskampf in Nahost

Führende Islamwissenschaftler in Deutschland haben die Brutalität der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nahen Osten scharf verurteilt. Eine solche Deutung des Islam sei strikt abzulehnen, heißt es in einer am Montag in Frankfurt veröffentlichten Stellungnahme des Zentrums für Islamisch-Theologische Studien in Deutschland (Zefis).

Frankfurt/Main. "Die Deutungshoheit über den Islam darf nicht Extremisten und Gewalttätern überlassen werden und muss in Deutschland aus der Mitte der Gesellschaft heraus - unter anderem an den Universitäten - erfolgen", heißt es in dem Papier. Unterschrieben haben es Professoren und Institutsleiter von Universitäten in Frankfurt, Gießen, Erlangen-Nürnberg, Münster, Tübingen und Osnabrück.

Die aktuellen Konflikte in Nahost zeigten, wie rasant sich ein gewaltzentriertes Religionsverständis herausbilden könne. "Angesichts der steigenden Zahl an jungen Menschen in Europa, die sich dem Gedankengut des IS und anderer extremistischer Formationen anschließen, sind wir uns der Notwendigkeit und Verantwortung bewusst, sich solchen Deutungen des Islam entgegenzustellen", begründeten die Wissenschaftler ihren Vorstoß.

Die Stellungnahme wurde am Rande eines Kongresses des Zefis an der Frankfurter Goethe-Universität veröffentlicht. Mehr als 300 Experten diskutieren dort bis zum 5. September über "Horizonte der Islamischen Theologie".

dpa

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