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Islamexpertin sieht Zusammenarbeit mit Ditib skeptisch

Konflikte Islamexpertin sieht Zusammenarbeit mit Ditib skeptisch

Angesichts der Verhaftungswelle in der Türkei hat die Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter die hessische Landesregierung aufgefordert, ihre Zusammenarbeit mit der türkisch-islamischen Dachorganisation Ditib zu überdenken.

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Die deutsche und türkische Fahne wehen im Wind.

Quelle: Kay Nietfeld/Archiv

Frankfurt/Wiesbaden. "Die Ditib ist strukturell, finanziell und ideologisch abhängig von Diyanet, der türkischen Religionsbehörde", sagte Schröter der "Frankfurter Neuen Presse" (Mittwoch). Diese wiederum sei unmittelbar dem türkischen Ministerpräsidenten unterstellt.

In Hessen sitzt Ditib seit 2013 mit am Tisch der Landesregierung beim islamischen Religionsunterricht. Damals sei Ditib noch eine moderate Organisation gewesen, sagte Schröter. Doch gerade die hessische Ditib habe sich durch den Einfluss der Türkei stark verändert. Vertreter der Religionsbehörde säßen in allen wichtigen Ditib-Gremien, um die Organisation zu kontrollieren und Einfluss zu nehmen, wird die Frankfurter Wissenschaftlerin zitiert.

Ein Sprecher des Kultusministerium sagte dem Blatt, es gebe keinen Einfluss des türkischen Präsidenten auf den Religionsunterricht in Hessen. Man habe derzeit keinen Anlass, die Zusammenarbeit in Frage zu stellen. Rheinland-Pfalz dagegen hat angekündigt, weitere Verhandlungen über den Islamunterricht mit Ditib kritisch zu prüfen.

dpa

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