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In Hessen beginnt das neue Schuljahr mit weniger Schülern

Schulen In Hessen beginnt das neue Schuljahr mit weniger Schülern

Zum Beginn des neuen Schuljahres am kommenden Montag (8.9.) sieht Kultusminister Alexander Lorz (CDU) die Schulen gut gerüstet. Das Land halte an 50 000 Lehrerstellen fest, auch wenn die Schülerzahl leicht um 11 000 auf 767 000 sinke, sagte Lorz am Freitag in Wiesbaden.

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In Hessen sinkt die Zahl der Schüler um 11 000.

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Wiesbaden. "Die hessischen Schulen starten in dieses Schuljahr 2014/15 so gut ausgestattet wie noch nie." Die Opposition hielt dem Minister vor, die Lage an den Schulen sei lange nicht so rosig wie behauptet.

Die etwa 50 000 Erstklässler kommen am Dienstag (9.9.) mit ihren Schultüten in die Schule. Erstmals seit Jahren sei die Zahl nicht gesunken, sagte Lorz. Wie in jedem Jahr werden die Mitglieder der Landesregierung zu Einschulungsfeiern ausschwärmen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) begrüßt die neuen Schüler einer Grundschule im Frankfurter Westend.

Die eingeplanten Lehrerstellen sind nach Ministeriumsangaben fast alle besetzt. Die CDU/Grüne-Regierung halte an der Lehrerversorgung von rechnerisch 105 Prozent fest, sagte Lorz. Stellenstreichungen bei Lehrern wegen sinkender Schülerzahlen schließe der Koalitionsvertrag aus. "Wir haben unser Wort gegeben, dass wir die "demografische Rendite" im System lassen." Selbst wenn der Landesrechnungshof das kritisch sehe - die Regierung setze diese Priorität.

Innerhalb des Systems widmet das Ministerium viele Lehrerstellen um. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung bekommt 115 zusätzliche Stellen. Im übernächsten Schuljahr 2015/16 soll der "Pakt für den Nachmittag" in sechs Pilotregionen mit 145 Stellen gefördert werden. Schwarz-Grün will bis 2019 erreichen, dass alle Grundschulkinder von 7.30 bis 17.00 Uhr betreut werden können.

Die Lehrerstellen für Schulen in sozial benachteiligten Gegenden werden von 300 auf 360 aufgestockt. Für Deutsch-Intensivkurse gibt es 350 statt bislang 300 Stellen. Für die Inklusion behinderter Kinder werden zusätzliche 30 Förderschullehrer an die Regelschulen entsandt, es sind dann mehr als 1700.

Mit dem neuen Schuljahr kehren weitere 28 Gymnasien und 17 Kooperative Gesamtschulen (KGS) zum Abitur nach 13 Jahren (G9) zurück. Der Höhepunkt der Wechselwelle sei überschritten, sagte Lorz.

Die Opposition wirft Schwarz-Grün vor, bei der Umstellung laufender fünfter, sechster und siebter Klassen von G8 auf G9 Unfrieden in den Schulen gestiftet zu haben. Viele Eltern wollten wechseln, doch die rechtlichen Regeln waren sehr streng. Vielerorts sei das Schulklima vergiftet, sagte der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich. Der SPD-Abgeordnete Christoph Degen kritisierte, dass an Lehrerausbildung und Schulaufsicht gespart werde.

dpa

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